Demonstration zur US-Airbase in Frankfurt
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Treffpunkt 14 Uhr, Bahnhof Frankfurt-Zeppelinheim |
Die USA planen einen Krieg gegen den Irak. Mit fadenscheinigen Argumenten zimmert sich die US-Administration eine Legitimation für einen Angriff zurecht. Die Frage scheint nicht mehr ob, sondern wann der Krieg gestartet wird.
Im letzten Golfkrieg 1991 durchlitten die Menschen 42 Tage und Nächte pausenlose Bombardements. Mindestens 150.000 Menschen starben unter den angeblich "sauberen, chirurgischen" Schlägen. In Folge der eingesetzten Uran-Munition stiegen Krebs- und Missbildungsraten rapide an. Das andauernde UN-Embargo hat bis heute mehr als 500.000 Kindern das Leben gekostet. Aus Protest gegen diese Sanktionen, die die irakische Bevölkerung leiden lassen, das Regime dagegen faktisch stabilisieren, sind nacheinander zwei UN-Koordinatoren für den Irak zurückgetreten.
Das Leiden der irakischen Bevölkerung muss ein Ende haben! Es war der Westen, der den irakischen Diktator bei seinem Angriffskrieg gegen den Iran hochgerüstet hat, auch als dieser Giftgas gegen Iraner und die eigene kurdische Bevölkerung eingesetzt hat. Dem jetzt von den USA beschlossenen Regimewechsel werden wieder zig-tausende unschuldige Menschen zum Opfer fallen, das Land wird weiter verwüstet. Ein politisches Nachkriegskonzept ist nicht vorhanden. Nicht nur der gesamten Golfregion droht zunehmende Destabilisierung, die weltpolitischen Konsequenzen der hier erstmals angewandten "Präventivkrieg"-Doktrin, die sich auch den Einsatz atomarer Waffen vorbehält, sind gar nicht absehbar. Das Recht des Stärkeren droht das Völkerrecht zu verdrängen.
Dieser angekündigte Krieg kann noch und muss verhindert werden! In den USA, in England, in vielen Ländern der Welt formiert sich der Widerstand gegen diesen Krieg. Den begrüßenswerten Aussagen unserer PolitikerInnen, Deutschland werde sich an Militäraktionen gegen den Irak nicht beteiligen, müssen nun Taten folgen:
- Wir fordern den sofortigen Rückzug der Bundeswehr aus der Golfregion!
· Keine Nutzung der US-Militärbasen in Deutschland als Aufmarsch- und Nachschubstützpunkte!
Es steht viel auf dem Spiel. Deshalb warten wir nicht auf den "Tag X",
sondern nehmen die PolitikerInnen beim Wort. Insbesondere die US-Airbase
am Frankfurter Flughafen ist ein wichtiger Ort für die Kriegsvorbereitungen
auf deutschem Boden. Deshalb rufen wir zu einer friedlichen Protestaktion
auf:
Kein Krieg gegen den Irak!
Demonstration zur US-Airbase
Donnerstag, 3. Oktober 2002, Treffpunkt 14 Uhr, Bahnhof Zeppelinheim
Aufruferkreis:
ATTAC Ffm, DFG-VK Ffm, Frankfurter SchülerInnen-Initiative für
den Frieden, GEW Ffm, Initiative Ordensleute für den Frieden, IPPNW-Regionalgruppe
Ffm, Jungdemokraten/Junge Linke Hessen, Linksruck Ffm, pax christi/-Bistumsstelle
Limburg, PDS Kreisverband Ffm, ´solid] Ffm sowie Einzelpersonen.