Gelöbnix in Berlin:
Die Würde der Truppenfahne ist antastbar!

(Pressemitteilung der DFG-VK Berlin vom 20. Juli 2004)

Das heutige Bundeswehrgelöbnis in Berlin fand wie in den Vorjahren auch in einem weiträumig angelegten Sicherheitsbereich statt. Die Berliner Polizei hielt darüber hinaus einen zusätzlichen cordon sanitaire für notwendig. Die ihrer Einschwörung harrenden Rekruten wurden so vor dem antimilitaristischen Einfluss der rund 700 Demonstrantinnen und Demonstranten abgeschirmt.

Bundeswehr und Polizei haben damit das Demonstrationsrecht wieder einmal zugunsten militaristischer Selbstherrlichkeit ausgehebelt. Mit dieser Herrlichkeit ist es allerdings nicht weit her, wenn sie sich von 1000 Polizisten plus Feldjägereinheiten schützen lassen muss. Die Proteste des Gelöbnix-Bündnisses haben einmal mehr die Durchführung eines "öffentlichen" Gelöbnisses vereitelt.

Antimilitaristischen AktivistInnen ist es ungeachtet der martialischen Sicherheitsvorkehrungen gelungen, in den innersten Bereich des Gelöbnisses einzudringen und die Zeremonie für Rekruten wie für Ehrengäste sichtbar zu stören.

Wer sich anschickt, eine weltweit einsatzfähige Interventionsarmee aufzubauen, verdient keine störungsfreie Feierlichkeit!
Die Würde der Truppenfahne ist antastbar!