Polizei und Behörden konstruieren zwei Gerichtsverfahren gegen DFG-VK-Landesgeschäftsführer: "Solidarität mit Monty Schädel!"

(Pressemitteilung der DFG-VK-Pressestelle vom 22.9.2003)


DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin verurteilt scharf die Kriminalisierung des Landesgeschäftsführers der DFG-VK in Mecklenburg-Vorpommern, Monty Schädel, und ruft zur Solidarität auf. Derzeit laufen zwei Gerichtsverfahren des Amtsgerichtes Neubrandenburg gegen Schädel, der von 1998 bis 2002 parteilos Mitglied der PDS-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern war. "Hier wollen sich Verwaltung und Polizei nach Ablauf der Abgeordneten-Immunität offenbar an einer ihr politisch missliebigen Person rächen", so Grässlin. Monty Schädel habe sich seit Jahren einen hervorragenden Namen aufgrund seiner engagierten antimilitaristischen und antifaschistischen Arbeit gemacht und ist bereits seit 1993 Landesgeschäftsführer der DFG-VK in der Region.

In dieser Funktion hatte Schädel im September 2002 in Neubrandenburg eine Demonstration zum Schutz von Flüchtlingen und Migranten angemeldet. Da einige Teilnehmer erst nach ca. 200 Meter der vorgegebenen Demonstrationsroute folgten (sie liefen kurz auf der Straße und nicht auf dem Gehweg), konstruierte das Ordnungsamt einen angeblichen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz. Des weiteren behaupten die Behörden, Schädel habe Mitarbeiter der Ausländerbehörde in einer Rede als "Rassisten" beschimpft. Auch diesen Vorwurf weist Schädel mit Nachdruck zurück: "Ich habe nur über die Umsetzung rassistischer Gesetze durch Mitarbeiter der Behörden gesprochen und niemals Personen direkt angesprochen."

Ein zweites Verfahren läuft gegen Monty Schädel wegen einer angeblichen Beleidigung von Polizisten auf einer Demonstration gegen einen Aufmarsch von Nazis, die im Juli 2002 ebenfalls in Neubrandenburg stattfand. Auch diese Behauptung der Polizei weist Schädel als völlig unbegründet zurück.

"Alle Vorwürfe sind haltlos und lächerlich. Ich bin der Meinung, dass Monty Schädel für seine Zivilcourage geehrt werden sollte", bewertet der DFG-VK-Bundessprecher Jürgen Grässlin die Vorgänge.

Weitere Informationen zu den Gerichtsverfahren gegen Monty Schädel sind im Internet unter www.montyschaedel.de/index.php abrufbar. Bisher steht ein Gerichtstermin in der Strafsache wegen der Anti-Nazidemo für den 13. Oktober 2003 um 12.45 Uhr beim Amtsgericht Neubrandenburg fest. (...).

Velbert, den 22.09.2003

Michael Gerhardt Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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