(eine Mitteilung der DFG-VK Aschaffenburg)
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Kassel, Jugendherberge (Schenkendorfstr. 18) |
Nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten gab es in der evangelischen Kirche eine Meinungsverschiedenheit bezüglich der Militärseelsorge, die dazu führte, daß die ostdeutschen Landeskirchen eine Sonderregelung erreichten: Militärpfarrer in den neuen Bundesländern sind Kirchenbeamte, während ihre westlichen Kollegen Staatsbeamte auf Zeit sind. Hintergrund dieser Differenz, die Anfang der 1990er zu ausführlichen Debatten führte (die DFG-VK war seinerzeit auch Mitveranstalterin eines einschlägigen Kongresses in Leipzig), sind die unterschiedlichen friedensethischen Traditionen sowie ein sich unterscheidendes Verhältnis zum Staat.
Die Sonderregelung für die ostdeutschen Landeskirchen läuft Ende 2003 aus und wie es derzeit aussieht, wird das westdeutsche Modell, festgelegt 1957 im Militärseelsorgevertrag, auf den Osten übertragen. Auf einer Fachtagung Ende Januar soll diskutiert werden, was das friedenspolitisch bedeutet und inwiefern Pazifisten (neben denjenigen, die für eine strikte Trennung von Staat und Kirche eintreten) dazu Stellung beziehen müssen. Die DFG-VK unterstützt die vom Deutschen Freidenker Verband (DFV) und vom Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) durchgeführte Fachtagung. Wir werden daran teilnehmen und hoffen, daß sich weitere Leute der DFG-VK einfinden werden. Freuen würden wir uns, wenn ihr den Termin weiter bekannt machen würdet.
Weitere Infos gibt es auf der Website: www.ibka.org/artikel/rundbriefe01/einladung.html
oder direkt bei uns: DFG-VK Aschaffenburg, c/o G. Schedel, Hangstr. 3,
63768 Hösbach, Fon/Fax 06021 - 581 734, eMail alibri@compuserve.com