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| Durch jahrelange Unterfinanzierung der Hochschulen sind die Studienbedingungen katastrophal. In vielen Studiengängen sind völlig überfüllte Seminare, veraltete Bibliotheken und Mangel an Lehrkräften an der Tagesordnung. Die Folge sind z.T. deutliche Verlängerungen der Studienzeiten und ein Verlust an Qualität der Ausbildung. |
| Selbst renommierte Institute (z.B. das Institute für Heil- und Sonderpädagogik) sowie ganze Studiengänge (z.B. Zahnmedizin, Geowissenschaften) sollen aufgelöst oder mit anderen Standorten zusammengelegt werden. Dies sind keine harmlosen Einsparungen mehr, hier werden verdiente Einrichtungen systematisch kaputt gespart. |
| Die Einrichtung von "Schmalspurstudiengängen" mit dem alleinigen Ziel einer Berufsausbildung an den Universitäten (Bachelor-Abschluß) halten wir nicht für sinnvoll. |
| Wir wehren uns gegen Studiengebühren in jeder Form, egal ob sie Verwaltungs-, Einschreibe- oder Examensgebühren heißen. Wir fordern die Festschreibung eines Verbots von Studiengebühren im Hochschulrahmengesetz. |
| Wir fordern einen gleichberechtigten Hochschulzugang für alle und die Verwirklichung des Rechts auf ein freies und selbstbestimmtes Studium. Wir lehnen das Bafög-Modell der Kultusministerinnen und Kultusminister ab, weil staatlich garantierte Sozialleistungen nicht an Studienleistungen gekoppelt werden dürfen und fordern eine soziale Grundsicherung für alle hier lebenden Menschen. |
| Wir lehnen eine weitere Machtkonzentration bei Einzelpersonen (DekanIn, PräsidentIn) ab und fordern eine grundlegende Demokratisierung der Hochschulen. |
| Bildung darf nicht auf industrielle und machtpolitische Interessen zugeschnitten werden. Wir lehnen eine leistungsorientierte Mittelvergabe an die Hochschulen und Fachbereiche ab. Wir fordern, daß Universitäten vielmehr die Fähigkeit vermitteln, sich in der Gesellschaft eigenständig und verantwortungsvoll handelnd zu bewegen. |
| Wir fordern handlungsfähige StudentInnenvertretungen in allen Bundesländern, d.h. ein politisches Mandat, da Hochschulpolitk nicht losgelöst von gesellschaftlichen Problemen sein kann. |
| V.i.S.d.P: Olaf Sosath, AK Medien & Presse
Kontakt z.Zt. über das Streikinfotelefon (170316) oder E-Mail Asta@stud-mailer.uni-marburg.de oder unseren Briefkasten im BALU-Raum |